Neuer Stahl für alte Mauern: Die Transformation des Arsenal Objekts 19 A

Das Arsenal in Wien erlebt eine aufregende Transformation. Im Herzen der Anlage wurden Ende der 1950er Jahre die zentralen Werkstätten der Österreichischen Bundestheater, heute ART for ART, mit ihren markanten Malersälen errichtet. Der Verwaltungstrakt, der sogenannte Bauteil A des Objektes 19 inmitten des 3. Wiener Gemeindebezirks, wurde damals mit Bedacht auf das umliegende historische Ensemble in Backsteinoptik errichtet und steht unter Denkmalschutz. Nun wurde er durch Modernisierung und Aufstockung fit für die Zukunft gemacht.

Die Geschichte des Arsenals

Erbaut in der Mitte des 19. Jahrhunderts, diente das Wiener Arsenal ursprünglich als kaiserliche Waffenfabrik und Lagerstätte. Mit seiner charakteristischen historistischen Architektur, die Elemente aus Gotik, Byzantinismus und Klassizismus kombiniert, symbolisierte es die Macht und Beständigkeit des Habsburgerreichs. Im Laufe der Jahre hat sich das Arsenal von einer rein militärischen Einrichtung zu einem Ort der Kultur und Bildung gewandelt, wobei das Heeresgeschichtliche Museum besonders hervorsticht.

Das Projekt: Eine Fusion aus alt und neu

Die Neugestaltung des Objekts 19 A, die von der ART for ART Theaterservice GmbH in Auftrag gegeben wurde, umfasst die Errichtung und den Umbau von Büroeinheiten, des Filmmuseums mit dem Filmmuseum LAB, sowie des FOTO ARSENAL WIEN auf rund 4.700 Quadratmetern. Eine Besonderheit dieses Vorhabens ist die Aufstockung sowie der Zubau des zweiten und dritten Obergeschosses in innovativer Holzbauweise, realisiert durch die Graf-Holztechnik. Die gesamte Baumaßnahme respektiert den Denkmalschutz und integriert moderne Elemente nahtlos in das bestehende historische Gefüge.

Bautechnische Details und Herausforderungen

Die Konstruktion beinhaltet die Errichtung von drei neuen Stiegenhäusern in Ortbeton bzw. Fertigteilen und zwei neuen Aufzügen, ebenfalls in Ortbeton. Eine weitere Herausforderung stellt die Kampfmittelerkundung dar, ein notwendiges Prozedere an einem Ort mit militärischer Vergangenheit. Zusätzlich wird ein Kühllager für ein Film-Archiv eingerichtet, was die kulturelle Bedeutung des Objekts weiter unterstreicht.

Der Einsatz von Stahl in der Transformation

Die verwendeten Materialien sind beeindruckend: Etwa 200 Tonnen konstruktiver Stahlbau und 30 Tonnen Bewehrung kommen zum Einsatz, neben 5500 Quadratmetern Plattenwerkstoffen und 330 Kubikmetern Konstruktionsholz.

Beteiligte Unternehmen

An diesem ehrgeizigen Projekt sind mehrere renommierte Firmen beteiligt. Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H. agiert als Teilgeneralunternehmer, während die Graf-Holztechnik GmbH die Rolle des Dach-GU übernimmt. Für den konstruktiven Stahlbau ist die Stahlbau Ebner GmbH verantwortlich. Der Stahl für das gesamte Projekt kommt natürlich von Frankstahl.

© Michael Seirer Photography

Zeitrahmen und Ausblick

Baubeginn war im August 2023 – die Übergabe an den Bauherren ist für Februar 2025 geplant. Das Projekt ist nicht nur eine technische und logistische Herausforderung, sondern auch ein Zeugnis dafür, wie moderne Architektur die historische Substanz respektieren und gleichzeitig neue Möglichkeiten schaffen kann.

Unser Fazit

Das Arsenal Objekt 19 A steht somit exemplarisch für die sinnvolle Weiterentwicklung historischer Orte. Durch den Umbau und die Aufstockung wird das Wiener Arsenal weiterhin ein lebendiger Teil der Stadtgeschichte bleiben, der sowohl seine Vergangenheit ehrt als auch zukünftigen Generationen dient. Wir sind stolz darauf, Teil dieses großartigen Projekts zu sein und freuen uns auf die Fertigstellung im Februar 2025. Die Transformation des Arsenal Objekts 19 A steht symbolisch für den Fortschritt und die Erneuerung, die in unserer Stadt stattfinden.

Das Projekt „Arsenal Objekt 19A“ auf einen Blick

Baustart: 2023 Geplante Fertigstellung: 2025 Stahl: ca. 200 to konstruktiver Stahlbau – großteils HEB Profile S235 in den Dimensionen HEB340, HEB450, HEB700 sowie HEB1000 und zusätzlich 30 to Bewehrung Konstruktionsholz: 330 m3 KVH + BSH + BSP Plattenwerkstoffe: 5500 m2 OSB + MDF Auftraggeber: ART for ART Theaterservice GmbH Teilgeneralunternehmer: Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H. Dach-GU: Graf-Holztechnik GmbH Konstruktiver Stahlbau: Stahlbau Ebner GmbH

Zertifikat Nr. ECG-1361 TheSteel.comsaq a safe shopping approved tüv süd