Unser neuer E-LKW liefert Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit beginnt im Denken – und zeigt sich in den Entscheidungen eines Unternehmens. Bei Frankstahl ist sie kein Trend, sondern Teil unserer Haltung. Die Anschaffung unseres ersten vollelektrischen LKW ist daher mehr als ein technisches Upgrade: Sie ist ein aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Logistik und zur Verringerung von Emissionen – im Sinne kommender Generationen.

Als Stahlgroßhändler mit jahrzehntelanger Erfahrung wissen wir: Die Industrie ist Teil der Lösung. Unsere Verantwortung endet nicht am Lagertor. Deshalb arbeiten wir konsequent daran, Ressourcen zu schonen, Prozesse zu optimieren – und wo möglich, nachhaltige Alternativen zu schaffen.

Unser neuer E-LKW ist ein Schritt in die richtige Richtung für diesen Weg. Er wird künftig auf fix definierten Touren eingesetzt – vollelektrisch, leise, ohne lokale CO₂-Emissionen. Für uns ist das ein bedeutender Meilenstein: ökologisch, wirtschaftlich und technologisch. Was das konkret bedeutet, erzählt Roman Divoky, unser Logistikleiter.

Interview mit Roman Divoky, Logistikleiter bei Frankstahl

F: Warum haben wir uns dafür entschieden, einen E-LKW anzuschaffen?

Wenn wir einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten können und dieser wirtschaftlich vertretbar ist, dann setzen wir ihn auch konsequent um. Es war uns aber auch wichtig, uns intensiv mit der Entwicklung rund um Elektro-LKW auseinanderzusetzen. Bereits zuvor haben wir eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen und unseren gesamten PKW-Fuhrpark vollständig auf Elektromobilität umgestellt. Im nächsten Schritt folgte die Elektrifizierung unseres Werkstattbusses. Mit all diesen Entscheidungen sind wir sehr zufrieden – daher war es ein logischer nächster Schritt, auch unseren LKW-Fuhrpark in den Fokus zu nehmen.

F: Was bringt der E-LKW konkret in Sachen CO₂-Reduktion?

Ein batterieelektrischer LKW stößt im Fahrbetrieb keinerlei CO₂ aus – im Gegensatz zu Diesel-LKW, die pro Kilometer mehrere hundert Gramm CO₂ emittieren. Zudem nutzt der E-LKW beim Bremsen die sogenannte Rekuperation, bei der Bremsenergie in elektrische Energie zurückgewandelt wird. Das senkt den Stromverbrauch und reduziert auch die indirekten Emissionen. Besonders im städtischen Verkehr bietet der E-LKW klare Vorteile: Neben der CO₂-Einsparung werden auch Lärm- und Feinstaubbelastungen spürbar verringert.

F: Wie verändert sich der Arbeitsalltag durch den E-LKW?

Der Arbeitsalltag erfordert eine deutlich präzisere Planung. Das beginnt bei der nächtlichen Stromladung und reicht bis zur laufenden Überwachung der Kilometerleistung durch den Chauffeur. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Nutzung des Elektrokrans dar – dessen Einfluss auf den Batterieverbrauch ist derzeit noch schwer einzuschätzen. Umso wichtiger ist eine durchdachte Einsatzplanung, denn je besser die Abstimmung, desto effizienter und verlässlicher das Gesamtergebnis.

F: Wie fügt sich der E-LKW in unsere langfristige Logistikstrategie ein? Der Einsatz von Elektro-LKW ist aus unserer heutigen Sicht langfristig nur schwer planbar. Vor allem die Rahmenbedingungen und die Ladeinfrastruktur müssen sich weiterentwickeln, damit Unternehmen wie unseres weitere E-LKW anschaffen können. Dabei spreche ich nicht primär von Förderungen – vielmehr geht es um eine flächendeckende Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Für Betriebe, in denen Fahrzeuge im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr im Einsatz sind, braucht es entsprechende Lademöglichkeiten, und zwar nicht nur entlang der Autobahnen, sondern auch im urbanen und industriellen Umfeld.

F: Welche Herausforderungen gibt es bei der Integration eines elektrischen LKW in unsere Flotte? Die größte Herausforderung besteht nach wie vor darin, geeignete Ladefenster zu finden, um die Batterie im laufenden LKW-Verladebetrieb vollständig aufladen zu können. Hinzu kommt, dass all unsere LKW – einschließlich des E-LKW – mit einem Ladekran ausgestattet sind. Der Energieverbrauch des Krans lässt sich im Vorfeld jedoch nur schwer kalkulieren, da unklar ist, wie häufig und wie lange er bei der nächsten Tour tatsächlich zum Einsatz kommt. Aus diesem Grund müssen wir bei der Einsatzplanung entsprechende Reichweitenpuffer berücksichtigen.

F: Wird es bei einem E-LKW bleiben oder siehst du noch Ausbaumöglichkeiten? Aus unserer Sicht spricht grundsätzlich nichts gegen den verstärkten Einsatz von E-LKW. Allerdings mangelt es im öffentlichen Raum noch an geeigneten Lademöglichkeiten. Gegenüber unseren Kunden haben wir eine klare Verpflichtung: Die bestellte Ware muss zuverlässig und pünktlich geliefert werden. Unvorhergesehene Ausfälle durch Ladeengpässe können wir uns daher nicht leisten. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch im Schwerlastbereich eine flächendeckende Ladeinfrastruktur entsteht – ähnlich wie wir es heute bereits bei PKW sehen.

F: Worauf bist du – ganz persönlich – besonders stolz beim Start des E-LKW? Wir haben bei einigen LKW-Herstellern angefragt – doch sobald das zentrale Kriterium eines elektrischen Krans angesprochen wurde, wurde die Anfrage meist abgelehnt, da die technische Umsetzung als zu komplex eingeschätzt wurde. Umso mehr erfüllt es mich mit Stolz, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern einen Elektro-LKW ganz nach unseren Anforderungen realisieren konnten – und heute zu den wenigen Unternehmen zählen, die einen voll funktionsfähigen E-LKW mit elektrischem Ladekran im täglichen Einsatz haben.

Verantwortung braucht Bewegung

Nachhaltigkeit bei Frankstahl ist keine leere Formel – sondern Teil unseres Alltags. Der Umstieg auf ein emissionsfreies Fahrzeug verändert unsere Logistik nicht über Nacht, aber Schritt für Schritt. Der E-LKW ist ein Anfang. Weitere sind in Planung. Denn wir sind überzeugt: Verantwortung ist kein Ziel, sondern ein Weg. Und diesen Weg gehen wir – elektrifiziert, engagiert und gemeinsam.

Unser neuer E-LKW im Überblick

  • Vollelektrischer FUSO-LKW mit 110 kW (circa 160 PS) und etwa 200 km Reichweite
  • Ideal für Touren im Raum Wien und Umgebung
  • Ökostrom statt Diesel: Aufladen am Standort – mit der firmeneigenen PV-Anlage
  • Lokale CO₂-Emissionen: 0 g/km
  • Wartungsärmer und leiser im Betrieb als LKW mit Verbrennungsmotor

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