Wenn während der Olympischen Winterspiele in Milano-Cortina tausende Fans in der Arena Milano mitfiebern, wird kaum jemand an die über 6.000 Tonnen Stahl denken, die dieses Bauwerk tragen. Und genau darin liegt die Stärke moderner Ingenieurskunst: Sie funktioniert zuverlässig im Hintergrund.
Ein neues urbanes Wahrzeichen für Mailand
Die Arena Milano, geplant von David Chipperfield Architects in Kooperation mit Arup, ist mehr als nur ein Stadion für Eishockey-Wettkämpfe: Mit einer Kapazität von bis zu 16.000 ZuschauerInnen entstand hier ein neuer urbaner Magnet für Mailand.
Wo einst Industrie dominierte, entsteht ein lebendiges Stadtquartier für Wohnen, Arbeiten und Kultur. Die Arena bildet den markanten Mittelpunkt von Milano Santa Giulia – konzipiert als dauerhafte Bühne für Sport, Konzerte und große Events.
Ein Amphitheater neu gedacht
Die Gestaltungsphilosophie der Arena nimmt bewusst Bezug auf die antiken Amphitheater Italiens: Die elliptische Form greift klassische Strukturen auf – und übersetzt sie in eine zeitgenössische Architektursprache. Drei konzentrische Ringe bilden die äußere Hülle des Gebäudes, die den Nachthimmel mit integrierten LED-Bändern erleuchten und der Fassade eine lebendige, pulsierende Dynamik verleihen.
Die Ringe aus Aluminium- und Metall-Elementen bilden dabei nicht nur eine robuste Außenhülle, sondern entfalten durch ihre schimmernden Oberflächen und Lichtakzente eine besondere visuelle Wirkung.
Stahl als tragendes Rückgrat
Während die metallische Fassade das Erscheinungsbild prägt, liegt die eigentliche Leistung im Inneren: im Stahltragwerk der Arena Milano.
Für Hauptstruktur und Dachkonstruktion wurden rund 6.000 Tonnen Stahl* verbaut. Großspannende Fachwerkträger aus Rohr- und Kastenprofilen ermöglichen eine weitgehend stützenfreie Halle und nehmen hohe statische wie dynamische Lasten sicher auf.